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Vergleich

Alternative zu Finmatics:
Belegautomatisierung plus Mandantenportal für Kanzleien.

Dieser Vergleich richtet sich an Kanzleien, die Finmatics für die Belegverarbeitung prüfen oder einsetzen und wissen wollen, was Ordista zusätzlich abdeckt und was nicht. Beide Produkte erzeugen Buchungsvorschläge und übergeben an DATEV; Unterschiede liegen beim Mandantenportal, bei Rechnungen und Banking für Mandanten, bei den angebundenen Systemen und beim Preismodell.

Stand 21.09.2026, Angaben zu Finmatics nach dessen öffentlichen Unterlagen.

Einordnung

Worum es bei Finmatics geht.

Finmatics automatisiert die Belegverarbeitung für Steuerkanzleien und Unternehmen. Belege werden nach eigener Angabe „automatisch getrennt, sortiert und korrekt zugeordnet", die KI erstellt „vollständige Buchungsvorschläge in Sekunden – inklusive Sachkonto, Steuer und Text". Mandanten liefern über App, E-Mail, Scanner oder Portal; Kostenstellen, Belegtypen und Freigaben lassen sich beim Upload erfassen. Ein Trainingscenter dient dazu, Spezialfälle zu erklären, ein Analytics-Bereich zeigt Automatisierungsraten.

Angebunden sind DATEV, BMD, RZL, Agenda, Microsoft Business Central und SAP. Finmatics nennt über 1.300 Kunden in sechs Ländern, EU-Hosting, eine ISO-27001-Zertifizierung und eine Bewertung von 4,8 auf dem DATEV-Marktplatz. Auf der Website finden sich Fallstudien, filterbar nach Vorsystem.

Die Preise sind öffentlich: Basis Fin 750 €, Plus Fin 900 €, Pro Fin 1.050 € und Enterprise Fin 1.200 € im Monat, jeweils für 3.000 Buchungszeilen im Monat. Die DATEV-Integration kostet 119 € im Monat zusätzlich, der Dokumententransfer nach DATEV 149 €, Banktransaktionen 119 €; Onboarding und Setup 1.990 € einmalig. Die Preise gelten bei Jahresrechnung im Voraus, monatliche Zahlung kostet 20 % Aufschlag.

Kriterium für Kriterium

Finmatics und Ordista
im Vergleich.

Zwölf Kriterien aus dem Kanzleialltag. Wo die Kanzleiseite von Finmatics nichts sagt, steht „keine Angabe".

KriteriumFinmaticsOrdista
Zielgruppe und SystemeSteuerkanzleien und Unternehmen mit DATEV, BMD, RZL, Agenda, Microsoft Business Central oder SAP; sechs LänderSteuerkanzleien mit DATEV und ihre Mandanten; Unternehmen erhalten Ordista über ihre Kanzlei
MandantenportalMandanten-App und Portal für den Upload; Kostenstellen, Belegtypen und Freigaben werden beim Upload erfasstNachrichten, Aufgaben, Freigaben und Belegnachforderung am Vorgang; eigene Rechte je Mitarbeiter des Mandanten
BelegeingangE-Mail, Scanner, Mandanten-App, Portal; automatische Trennung, Sortierung und ZuordnungApp mit Scanner, E-Mail-Postfach (PDF, JPG, PNG, XML), WhatsApp Business nach Einrichtung, Upload, Cloud-Ordner; Stapeltrennung, Duplikat- und Pflichtangabenprüfung
KI-VorkontierungBuchungsvorschläge mit Sachkonto, Steuer und Text; Trainingscenter zum Anlernen von Spezialfällen; Analytics zu AutomatisierungsratenFiBu-Agent schlägt Konto, Steuerschlüssel und Zahlungszuordnung vor; Kostenstellen auch bei automatischer Zuordnung; Zahlungszuordnung lernt aus bestätigten Zuordnungen je Mandant
Freigabe und Human in the LoopFreigaben beim Upload erfassbar; Prüfung der Vorschläge in der KanzleiFreigabe durch das Kanzleiteam vor jeder Übergabe, protokolliert; automatische Zuordnungen je Mandant abschaltbar
Weg nach DATEVDATEV-Integration als Zusatzmodul (119 € im Monat), Dokumententransfer nach DATEV (149 € im Monat); Bewertung 4,8 auf dem DATEV-Marktplatz laut AnbieterBuchungsdatenservice, Belegbilderservice oder EXTF-Datei im Funktionsumfang; DATEV-Schnittstellenanbieter, kein Marktplatz-Partner
Rechnungen und E-Rechnung für Mandantenkeine Angabe auf der KanzleiseiteAngebote und Rechnungen, XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931; Empfang von E-Rechnungen in den Syntaxen CII und UBL
Banking für MandantenBanktransaktionen als Zusatzmodul (119 € im Monat) für die Verarbeitung von Kontoumsätzen; Zahlungsauslösung: keine AngabeBankkonten per FinTS direkt oder PSD2; SEPA-Überweisung und Lastschrift aus Ordista; Abgleich mit Rechnungen
KI-Arbeitsplatz mit Quellenkeine AngabeChat mit Aktenkontext und Wissensbasis; Fachfragen mit Fundstellen aus amtlichen Quellen; Freigabegate nach § 62a StBerG
Einführung und MandantenonboardingOnboarding und Setup 1.990 € einmalig; Servicepakete 490 € bzw. 990 € im Monat; Beratung 240 € je StundeEinführung mit der KanzleiStandard GmbH; Honorarkalkulator nach StBVV, Mandatsvereinbarung und Vollmachten aus Vorlagen, digital unterschreiben
Berufsgeheimnis, Zertifikate, HostingISO 27001, DSGVO-konform, EU-Hosting; § 203 StGB und § 62a StBerG: keine AngabeVerpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB, Vertrag nach § 62a StBerG in Textform, AVV; Rechenzentren in Deutschland und der EU; keine ISO-Zertifizierung
Preise750 € bis 1.200 € im Monat je 3.000 Buchungszeilen bei Jahresrechnung, monatlich 20 % Aufschlag; Zusatzmodule einzelnStufe, Belegpaket und KI-Arbeitsplätze je Kanzlei, Mandanten unbegrenzt; Beträge nach Freischaltung auf der Preisseite

Quellen: finmatics.com/preise und finmatics.com/losungen/fur-steuerkanzleien, abgerufen am 21.09.2026; Preise netto laut Anbieter. Ordista-Angaben nach dem Funktionsstand vom 21.09.2026. Finmatics ist eine Marke der Finmatics GmbH.

Ehrlich gesagt

Wann Finmatics
die passendere Wahl ist.

  • Andere Systeme als DATEV

    Kanzleien mit BMD, RZL, Agenda, Business Central oder SAP, auch in Österreich und darüber hinaus, finden bei Finmatics dokumentierte Anbindungen. Ordista bindet nur DATEV an.

  • Anlernen und Kennzahlen im Vordergrund

    Trainingscenter und Analytics machen den Automatisierungsgrad sichtbar und steuerbar. Wer die Belegverarbeitung als eigenständigen Prozess mit Kennzahlen führen will, hat hier das Werkzeug dafür.

  • Öffentliche Preise und Fallstudien

    Paketpreise, Zusatzmodule und Kostenrechner stehen auf der Website, dazu Fallstudien nach Vorsystem. Wer vor dem Gespräch budgetieren will, kann das bei Finmatics.

Und umgekehrt

Wann Ordista passt.

  • Mandanten schreiben Rechnungen und zahlen im selben Zugang

    Angebote, E-Rechnungen, Bankkonten und Zahlungen laufen im Mandantenbereich; die Kanzlei sieht live mit und gibt vorkontierte Buchungen für DATEV frei.

  • Kommunikation gehört zum Beleg

    Rückfragen, Nachforderungen und Freigaben hängen am Vorgang. Der Mandant sieht, was fehlt, ohne zweiten Kanal.

  • KI-Arbeitsplatz und Mandantenstart dazu

    Fachfragen mit Aktenkontext und amtlichen Fundstellen, Honorar nach StBVV, Vereinbarungen aus Vorlagen. Ein System für Kanzlei und Mandant statt eines weiteren Werkzeugs nur für Belege.

Wechsel oder Parallelbetrieb

So läuft der Einstieg
neben Finmatics.

Ordista wird je Mandant eingerichtet. Ein Parallelbetrieb ist möglich, solange jeder Mandant einen eindeutigen Belegweg hat.

  1. 1
    Schritt 1

    Mandantengruppe wählen

    Sinnvoll sind Mandanten, die selbst Rechnungen schreiben, Bankkonten anbinden wollen oder viele Rückfragen erzeugen. Reine Belegmandate können unverändert weiterlaufen.

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    Schritt 2

    DATEV-Weg festlegen

    Je Bestand klären wir, ob Buchungsdatenservice und Belegbilderservice freigeschaltet sind oder die EXTF-Datei der Weg ist. Kontenrahmen und Kontenlänge kommen aus der DATEV-Einrichtung des Mandanten.

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    Schritt 3

    Belegwege umstellen

    Mandanten erhalten App-Zugang und E-Mail-Adresse für Belege; die Kanzlei legt Rollen und Freigaben fest. Belege und Buchungsvorschläge aus Finmatics überträgt Ordista nicht.

Häufige Fragen

Fragen zu Finmatics und Ordista

Bindet Ordista wie Finmatics auch BMD, Agenda oder SAP an?

Nein. Ordista übergibt an DATEV über Buchungsdatenservice, Belegbilderservice oder EXTF-Datei. Für Kanzleien mit BMD, RZL, Agenda, Business Central oder SAP ist Finmatics die dokumentierte Option.

Kann ich Ordista neben Finmatics betreiben?

Ja, mandantenweise. Jeder Mandant sollte einen eindeutigen Belegweg haben, damit Belege nicht doppelt verarbeitet werden. Ordista sendet einen Buchungsstapel nie ungefragt erneut an DATEV.

Wie lernt die Vorkontierung in Ordista?

Die Zahlungszuordnung lernt aus den Zuordnungen, die Ihr Team bestätigt oder korrigiert, getrennt je Mandant. Sprachmodelle werden nicht mit Mandantendaten trainiert; der Trainingsausschluss ist Teil der Vereinbarungen mit den Modellanbietern.

Was kostet Ordista im Vergleich zu Finmatics?

Finmatics veröffentlicht Paketpreise von 750 € bis 1.200 € im Monat je 3.000 Buchungszeilen zuzüglich Zusatzmodulen (Stand 21.09.2026). Ordista berechnet je Kanzlei Stufe, Belegpaket und KI-Arbeitsplätze, Mandanten und Benutzer sind unbegrenzt. Die Beträge sehen Kanzleien auf der Preisseite, nachdem wir die Kanzlei automatisch gegen die Berufsregister geprüft haben.

Ist Ordista nach ISO 27001 zertifiziert?

Nein. Ordista hat derzeit keine ISO-Zertifizierung. Die Seite Sicherheit beschreibt stattdessen die konkreten Mechanismen: Verschlüsselung, Rollen, Freigabegate, KI-Protokoll, Subprozessorenliste sowie AVV und Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB auf Anfrage.

Nächster Schritt

Sehen Sie Beleg, Rechnung und Bank in einem Ablauf.

Bringen Sie einen Mandanten mit, der selbst Rechnungen schreibt. Wir zeigen den Weg vom Beleg über die Vorkontierung bis zur Freigabe für DATEV.

Unverbindlich. Etwa 30 Minuten.