Ratgeber
Wissen für Kanzlei und Mandant.
KI und Berufsgeheimnis, DATEV-Schnittstellen, Onboarding, E-Rechnung und Steuern für Selbstständige. Jeder Beitrag nennt seine Quellen und wird fachlich geprüft.
- Steuern für Unternehmen7 Min.
Steuervorauszahlung anpassen: Frist, Begründung, Musterschreiben
Vorauszahlungen bemessen sich nach der letzten Veranlagung, nicht nach dem laufenden Jahr. Wer den Antrag auf Anpassung mit einer belastbaren Gewinnprognose stellt, vermeidet gebundene Liquidität bei sinkendem Gewinn und die Doppelbelastung aus Nachzahlung plus erhöhter Vorauszahlung bei steigendem Gewinn.
23. September 2026Lesen - Steuern für Unternehmen8 Min.
Wie viel Geld für Steuern zurücklegen? Warum „30 %“ oft falsch ist
Die Faustregel „30 % zurücklegen“ ist bei niedrigen Gewinnen zu hoch und bei hohen zu niedrig. Wer den Tarif 2026, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Gewerbesteuer einmal für die eigene Gewinnstufe rechnet und die festgesetzten Vorauszahlungen abzieht, kennt seine tatsächliche monatliche Rücklage.
23. September 2026Lesen - Kanzlei8 Min.
Steuerkanzlei digitalisieren: sieben Prozesse, die zuerst dran sind
Digitalisierung scheitert in Kanzleien selten an der Technik, sondern an der Reihenfolge. Sieben Prozesse tragen den größten Teil der Arbeit: Belegeingang, Mandantenkommunikation, Onboarding, FiBu-Vorbereitung, Freigaben, Wissensmanagement und Fristen. Für jeden gilt: erst digitalisieren, dann standardisieren, dann automatisieren, mit einer Kennzahl, die den Fortschritt sichtbar macht.
23. September 2026Lesen - DATEV7 Min.
PayPal-Zahlungen buchen: Gebühren, Verrechnungskonto, DATEV-Übergabe
PayPal ist buchhalterisch ein eigenes Geldkonto, kein Durchlaufposten. Wer Bruttoerlös und Gebühr getrennt bucht, Rückerstattungen sauber storniert und Auszahlungen über Geldtransit führt, bekommt einen abstimmbaren PayPal-Saldo und eine korrekte Umsatzsteuer.
23. September 2026Lesen - Onboarding8 Min.
Mandantenonboarding in der Steuerkanzlei: 10 Schritte mit Checkliste
Ein Mandat entsteht nicht mit der Unterschrift, sondern mit zehn Arbeitsschritten, von denen die meisten rechtlich vorgegeben sind: Annahmeprüfung, GwG-Identifizierung, Honorar nach StBVV, Vergütungsvereinbarung in Textform, Vollmachten, Datenschutzinformation. Wer die Reihenfolge und die Zeitfresser kennt, bringt neue Mandanten in Tagen statt Wochen ins System.
23. September 2026Lesen - DATEV8 Min.
Kreditkartenabrechnung in DATEV buchen: Geldtransit, Konten, Gebühren
Eine Kreditkartenabrechnung ist eine Abbuchung, hinter der viele Einzelbelege stehen. Wer die Karte als eigenes Finanzkonto führt, jeden Umsatz gegen den Beleg bucht und den Ausgleich über Geldtransit laufen lässt, bekommt saubere Salden, korrekte Vorsteuer und nachvollziehbare Privatanteile.
23. September 2026Lesen - KI & Recht8 Min.
KI-Tools für Steuerkanzleien 2026: fünf Kategorien im Vergleich
Der Markt für KI in Steuerkanzleien zerfällt 2026 in fünf Kategorien: Verlags-KI mit Fachdatenbank, DATEV-eigene KI, allgemeine Assistenten, spezialisierte FiBu-Agenten und All-in-One-Plattformen für Kanzlei und Mandant. Jede löst ein anderes Problem und wirft andere Compliance-Fragen auf. Eine neutrale Entscheidungsmatrix hilft bei der Zuordnung zum eigenen Bedarf.
23. September 2026Lesen - KI & Recht8 Min.
Mandanten über KI-Einsatz informieren? KI-Klausel für den Vertrag
Berufsrechtlich gibt es nach der BStBK-FAQ vom 27.01.2026 keine ausdrückliche Pflicht, Mandanten über KI-Einsatz zu informieren. Datenschutzrechtlich ist die Information Pflicht, sobald Mandantendaten an einen KI-Dienst fließen, und § 62a StBerG verlangt bei mandatsbezogenem Einsatz eine Einwilligung. Eine KI-Klausel im Vertrag löst alle drei Ebenen auf einmal.
23. September 2026Lesen - E-Rechnung8 Min.
E-Rechnungspflicht 2027/2028: Fristen, Umsatzgrenzen, Ausnahmen
Seit 2025 müssen alle inländischen Unternehmer E-Rechnungen empfangen können. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz sie im B2B-Geschäft auch ausstellen, ab dem 1. Januar 2028 alle anderen. Kleinunternehmer, Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro, Fahrausweise und B2C bleiben ausgenommen.
23. September 2026Lesen - DATEV8 Min.
DATEV Unternehmen online: Kosten, Grenzen und Alternativen 2026
DATEV Unternehmen online ist die Standardplattform für den Belegaustausch zwischen Kanzlei und Mandant und kostet laut DATEV-Preisliste Stand 08/2026 11,56 Euro je Unternehmen und Monat zuzüglich 3,83 Euro je Mandantenbestand für Belege online. Grenzen liegen in Bedienung, Mandantenakzeptanz und Rechnungsschreibung. Alternativen ergänzen DUo häufig, statt es zu ersetzen.
23. September 2026Lesen - DATEV8 Min.
DATEV-Schnittstellen: Buchungsdatenservice, Belegbilderservice, EXTF
Drei Wege führen von einer Vorsoftware nach DATEV: Der Buchungsdatenservice überträgt fertige Buchungssätze samt Belegbildern in das Rechnungswesen, der Belegbilderservice legt nur Belegbilder in Belege online ab, das DATEV-Format (EXTF) liefert eine CSV-Datei zum manuellen Import. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wer kontiert, ob DATEV Unternehmen online im Einsatz ist und wie viel Automatisierung die Kanzlei will.
23. September 2026Lesen - KI & Recht8 Min.
Mandantendaten in ChatGPT? Was § 203 StGB und § 62a StBerG erlauben
Mandantendaten dürfen nur dann in ein KI-Tool, wenn der Anbieter nach § 62a StBerG in Textform zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, ein Auftragsverarbeitungsvertrag besteht und der Drittlandtransfer abgesichert ist – oder wenn der Mandant eingewilligt hat. Öffentliche Consumer-Versionen erfüllen das nicht. Die BStBK-FAQ vom 27. Januar 2026 bestätigt diese Linie.
23. September 2026Lesen - Kanzlei7 Min.
Belege per WhatsApp an den Steuerberater: Ist das erlaubt?
Belege per WhatsApp sind zulässig, wenn die Kanzlei die WhatsApp Business Platform mit Datenverarbeitungsvertrag nutzt, den Anbieter nach § 62a StBerG zur Verschwiegenheit verpflichtet hat und Belege sofort in ein GoBD-konformes System übernommen werden. Privates WhatsApp oder die kostenlose Business App auf dem Kanzleihandy erfüllen das nicht, vor allem wegen des Adressbuch-Abgleichs.
23. September 2026Lesen - Kanzlei7 Min.
Belege digital an den Steuerberater: fünf Wege im Vergleich
Ob Portal-App, Scan-App, E-Mail-Postfach, WhatsApp Business oder Cloud-Ordner: Jeder Weg, Belege digital an den Steuerberater zu übermitteln, hat andere Folgen für Aufwand, Datenqualität, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit. Entscheidend ist, dass der Weg GoBD-konform dokumentiert ist und Papierbelege erst nach einem geregelten Verfahren vernichtet werden.
23. September 2026Lesen - KI & Recht7 Min.
Warum ein AVV nicht reicht: AVV, § 203 StGB und § 62a StBerG
Der Auftragsverarbeitungsvertrag regelt den Datenschutz, nicht das Berufsgeheimnis. Wer Software oder KI in der Kanzlei einsetzt, braucht zusätzlich eine strafbewehrte Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB und einen Vertrag nach § 62a StBerG in Textform. Der Beitrag vergleicht die drei Instrumente und liefert ein Prüfschema für den Einkauf.
23. September 2026Lesen