Vergleich
Alternative zu Langdock:
KI-Arbeitsplatz mit Aktenkontext für Kanzleien.
Dieser Vergleich richtet sich an Kanzleien, die eine allgemeine KI-Plattform wie Langdock einsetzen oder prüfen und wissen wollen, wo ein steuerspezifischer KI-Arbeitsplatz anders arbeitet: beim Aktenkontext, bei den Fachquellen, bei der Freigabe nach § 62a StBerG und beim Weg nach DATEV. Beide Produkte lassen sich nebeneinander betreiben.
Stand 21.09.2026, Angaben zu Langdock nach dessen öffentlichen Unterlagen.
Einordnung
Worum es bei Langdock geht.
Langdock ist eine KI-Plattform für Unternehmen aus Berlin. Sie bündelt einen modellunabhängigen Chat „für alle im Unternehmen", Workflows für Automatisierungen, Agents für wiederkehrende Aufgaben, Integrationen zu bestehenden Werkzeugen und eine API. Nach eigener Angabe nutzen mehr als 10.000 Unternehmen die Plattform. Auf der Website stehen 57 Integrationen zu gängigen Unternehmenswerkzeugen; Buchhaltungs- oder Steuersoftware ist nicht darunter.
Langdock nennt EU-Hosting über Microsoft Azure, eine ISO-27001-Zertifizierung, SOC 2 Type II, DSGVO-Konformität und den Ausschluss von Training mit Kundendaten; Subprozessoren werden veröffentlicht. Nutzer können Modelle mehrerer Anbieter wählen und eigene API-Schlüssel hinterlegen.
Die Preise sind öffentlich: 25 € je Nutzer und Monat für den Standard-Sitz, 99 € für Business Max, Enterprise auf Anfrage; bei Jahreszahlung 20 % günstiger. Workflows ab einem Kontingent und Governance-Funktionen sind Zusatzmodule, die API wird nach Verbrauch abgerechnet.
Kriterium für Kriterium
Langdock und Ordista
im Vergleich.
Zwölf Kriterien. „Nicht Bestandteil" heißt, dass die Produktseiten des Anbieters die Funktion nicht führen; „keine Angabe" heißt, dass die Unterlagen dazu nichts sagen.
| Kriterium | Langdock | Ordista |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Unternehmen aller Branchen, lizenziert je Nutzer | Steuerkanzleien und ihre Mandanten; Unternehmen erhalten Ordista über ihre Kanzlei |
| Einsatzzweck | Chat, Workflows, Agents, Integrationen, API für Aufgaben im gesamten Unternehmen | Mandatsarbeit: Chat mit Aktenkontext, Assistenten und Workflows der Kanzlei, FiBu-Agent für Belege und Buchungen |
| KI-Arbeitsplatz mit Quellen | Modellwahl über mehrere Anbieter, Arbeit mit eigenen Dokumenten; steuerliche Fachquellen: keine Angabe | Wissensbasis mit Fundstellen aus amtlichen Quellen (BMF, Bundesgesetzblatt, Gesetze im Internet, Rechtsprechung, EUR-Lex, UStAE); Zitationsgraph über Rechtsquellen; keine kommerziellen Fachdatenbanken |
| Aktenkontext | Kontext aus hochgeladenen Dokumenten und angebundenen Werkzeugen | Kontext aus Mandantenakte, Belegen, Vorgängen und Kanzleiwissen; Agenten arbeiten nur mit dem freigegebenen Kontext |
| Mandantenportal und Belegeingang | Nicht Bestandteil (Produktseiten: Chat, Workflows, Agents, Integrations, API) | Portal mit Nachrichten, Aufgaben, Freigaben; Belege per App, E-Mail, WhatsApp Business, Upload, Cloud-Ordner |
| KI-Vorkontierung | Nicht Bestandteil | FiBu-Agent schlägt Konto, Steuerschlüssel und Zahlungszuordnung vor; Kostenstellen kombinierbar |
| Freigabe und Human in the Loop | Governance-Funktionen als Zusatzmodul (bis 01.01.2027 kostenfrei, danach 3,50 € je Nutzer und Monat); fachliche Freigabe: keine Angabe | Freigabegate nach § 62a StBerG vor jeder Weitergabe an Mandanten oder DATEV; KI-Protokoll je Auftrag |
| Weg nach DATEV | Keine DATEV-Anbindung genannt; Integrationen ohne Buchhaltungs- oder Steuersoftware | Buchungsdatenservice, Belegbilderservice oder EXTF-Datei; DATEV-Schnittstellenanbieter |
| Berufsgeheimnis (§ 203 StGB, § 62a StBerG) | DSGVO-konform, kein Training mit Kundendaten, Subprozessoren veröffentlicht; § 203 StGB und § 62a StBerG: keine Angabe | Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB, Vertrag nach § 62a StBerG in Textform, AVV; Trainingsausschluss nach den Bedingungen der Modellanbieter |
| Hosting und Zertifikate | EU-Hosting über Microsoft Azure; ISO 27001, SOC 2 Type II | Rechenzentren in Deutschland und der EU; keine ISO- oder SOC-Zertifizierung |
| KI-Infrastruktur | Modelle mehrerer Anbieter über die Plattform, eigene API-Schlüssel möglich | Keine eigene KI-Infrastruktur; Sprachmodelle laufen bei externen Anbietern über einen Vermittler, je Modell mit Anbieter und Region in der Subprozessorenliste |
| Preise | 25 € je Nutzer und Monat (Standard), 99 € (Business Max), Enterprise auf Anfrage; Jahreszahlung 20 % günstiger | Stufe, Belegpaket und KI-Arbeitsplätze je Kanzlei, Mandanten unbegrenzt; Beträge nach Freischaltung auf der Preisseite |
Quellen: langdock.com, langdock.com/pricing und langdock.com/security, abgerufen am 21.09.2026; Integrationszahl laut Anbieterseite am selben Tag. Ordista-Angaben nach dem Funktionsstand vom 21.09.2026. Langdock ist eine Marke der Langdock GmbH.
Ehrlich gesagt
Wann Langdock
die passendere Wahl ist.
Ein Assistent für alle Abteilungen
Wer einen allgemeinen KI-Zugang für Texte, Zusammenfassungen und Tabellen im ganzen Unternehmen sucht, mit freier Modellwahl, bekommt bei Langdock genau das.
Workflows über viele Werkzeuge
Automatisierungen und Agents über gängige Unternehmenswerkzeuge sind der Kern von Langdock. Ordista automatisiert innerhalb der Mandatsarbeit, nicht über fremde SaaS-Landschaften.
Zertifikate als Einkaufsvoraussetzung
Wenn Ihr Einkauf ISO 27001 und SOC 2 Type II verlangt, erfüllt Langdock das heute. Ordista hat keine dieser Zertifizierungen und beschreibt stattdessen seine Mechanismen.
Und umgekehrt
Wann Ordista passt.
Die KI soll in der Akte arbeiten
Belege, Vorgänge, Nachrichten und Kanzleiwissen sind der Kontext. Kein Kopieren in ein fremdes Chatfenster, keine Zuordnung von Hand.
Fachfragen mit Fundstelle und Freigabe
Antworten kommen mit amtlichen Quellen. Bevor etwas an den Mandanten geht, steht das Freigabegate nach § 62a StBerG; jeder Auftrag ist protokolliert.
KI, FiBu und DATEV in einem System
Der FiBu-Agent kontiert vor, Ihr Team gibt frei, die Buchungen gehen an DATEV. Die KI ist Teil des Ablaufs, nicht ein Werkzeug daneben.
Wechsel oder Parallelbetrieb
So läuft der Einstieg
neben Langdock.
Ein Wechsel ist nicht nötig. Sinnvoll ist eine Trennung nach Anwendungsfall, die auch die KI-Richtlinie der Kanzlei abbildet.
- 1Schritt 1
Anwendungsfälle trennen
Allgemeine Textarbeit ohne Mandantenbezug bleibt beim allgemeinen Assistenten. Alles mit Akten- und Mandantenbezug läuft in Ordista, wo Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB und Freigabegate greifen.
- 2Schritt 2
Ordista für die Mandatsarbeit einrichten
Rollen und Rechte je Mandant, Wissensbasis mit Kanzleiwissen, freigegebene Modelle laut Subprozessorenliste. AVV und Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB erhalten Sie auf Anfrage.
- 3Schritt 3
Parallel betreiben
Beide Werkzeuge laufen nebeneinander. Chats, Workflows oder Agents aus Langdock überträgt Ordista nicht; die Kanzlei baut ihre Assistenten in Ordista neu auf.
Häufige Fragen
Fragen zu Langdock und Ordista
Hat Ordista eigene KI-Modelle?
Nein. Ordista betreibt keine eigene KI-Infrastruktur. Die Sprachmodelle laufen bei externen Anbietern und werden über einen Vermittler angesprochen. Für jedes freigegebene Modell steht in der Subprozessorenliste, welcher Anbieter die Daten in welcher Region verarbeitet.
Kann ich Langdock und Ordista parallel nutzen?
Ja. Viele Kanzleien behalten einen allgemeinen Assistenten für Textarbeit ohne Mandantenbezug und nutzen Ordista für alles mit Akten- und Mandantenbezug. Die Trennung sollte in der KI-Richtlinie der Kanzlei stehen.
Welche Quellen nutzt der KI-Arbeitsplatz von Ordista?
Amtliche Veröffentlichungen: BMF-Schreiben, Bundesgesetzblatt, Gesetze im Internet, Rechtsprechung im Internet, EUR-Lex und Umsatzsteuer-Anwendungserlass. Kommerzielle Fachdatenbanken sind nicht angebunden. Jede Fundstelle ist verlinkt.
Ist Ordista nach ISO 27001 oder SOC 2 zertifiziert?
Nein. Ordista hat derzeit keine dieser Zertifizierungen. Die Seite Sicherheit beschreibt die konkreten Mechanismen: Verschlüsselung, Rollen, Freigabegate, KI-Protokoll, Subprozessorenliste sowie AVV und Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB auf Anfrage.
Was kostet der KI-Arbeitsplatz von Ordista?
Langdock nennt 25 € je Nutzer und Monat für den Standard-Sitz (Stand 21.09.2026). Ordista berechnet je Kanzlei Stufe, Belegpaket und KI-Arbeitsplätze, Mandanten und Benutzer sind unbegrenzt. Die Beträge sehen Kanzleien auf der Preisseite, nachdem wir die Kanzlei automatisch gegen die Berufsregister geprüft haben.
Nächster Schritt
Stellen Sie eine Fachfrage an Ihrer eigenen Akte.
Bringen Sie einen anonymisierten Fall mit. Wir zeigen Aktenkontext, Fundstellen und das Freigabegate im Ablauf.
Unverbindlich. Etwa 30 Minuten.