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KI

Was ist Tax Tech?

Tax Tech (Tax Technology) bezeichnet den zielgerichteten Einsatz digitaler Technologien – von Kanzleisoftware und Mandantenportalen bis zu KI – zur Automatisierung, Vereinfachung und Qualitätssicherung steuerlicher Prozesse in Kanzleien und Steuerabteilungen.

Stand 23. September 2026

Definition

Tax Tech oder Tax Technology steht für die Digitalisierung steuerberatender Tätigkeiten und den gezielten, effizienten Einsatz von Technologie in Steuerkanzlei und Unternehmenssteuerabteilung. Der Begriff ist ein Sammelbegriff, keine Produktkategorie. Üblich ist die Einteilung in drei Gruppen: Anwendungen, die Steuerberater bei ihrer Arbeit unterstützen (Kanzleisoftware, Plattformen zum Dokumentenaustausch, Datenbanken, Honorartools); Technologien, die Teilbereiche der Arbeit teilweise oder vollständig automatisieren – zunehmend mit KI, etwa bei Belegerfassung, Rechnungswesen, Verfahrensdokumentation oder Umsatzsteuer; und Kommunikations- und Kollaborationsplattformen, die Kanzleien intern und mit Mandanten vernetzen.

Warum der Begriff für Kanzleien zählt

Fachkräftemangel, E-Rechnungspflicht und die Erwartung der Mandanten an digitale Zusammenarbeit treffen die Kanzleien gleichzeitig. Tax Tech ist die Antwort auf die Frage, welche Arbeit künftig Software erledigt und welche der Berufsträger. Die Bundessteuerberaterkammer beschreibt das in ihrer KI-FAQ vom 27. Januar 2026 nüchtern: KI wird den Steuerberater nicht ersetzen, aber die Arbeitsweise verändern; Routineaufgaben wandern zur Maschine, komplexe Beratung und die persönliche Mandantenbeziehung bleiben beim Menschen. Für die Kanzleiführung folgt daraus eine Reihenfolge: zuerst die Prozesse ordnen (Belegwege, Freigaben, Schnittstellen), dann Werkzeuge auswählen, dann automatisieren. Wer die Reihenfolge umkehrt, digitalisiert das Durcheinander.

Zwei Kriterien trennen brauchbare Tax Tech von Schaufensterware. Erstens die Anschlussfähigkeit: Ohne saubere Übergabe an das Rechnungswesen – in Deutschland meist DATEV – entsteht nur ein weiteres Datensilo. Zweitens die berufsrechtliche Passung: Der Anbieter muss als Dienstleister nach § 62a StBerG tragbar sein, und KI-Funktionen müssen so gebaut sein, dass der Berufsträger seiner Prüfpflicht nachkommen kann.

Abgrenzung

Legal Tech ist der Nachbarbegriff für die Rechtsberatung; die Überschneidung ist groß, die Regulierung aber eine andere (RDG statt StBerG). FinTech meint Technologie im Finanzsektor – Zahlungsverkehr, Banking, Kredite – und berührt die Kanzlei über Bankschnittstellen. RegTech bezeichnet Technologie zur Einhaltung regulatorischer Pflichten, etwa GwG-Prüfungen. Kanzleisoftware ist eine Teilmenge von Tax Tech, nicht ihr Synonym. Buchhaltungssoftware für Unternehmer wird oft mit Tax Tech verwechselt; der Unterschied liegt im Adressaten – Mandant statt Kanzlei – und darin, ob Vorbehaltsaufgaben nach § 33 StBerG berührt sind.

Rechtsgrundlage

Tax Tech ist kein Rechtsbegriff. Den Rahmen setzen § 57 und § 62a StBerG, die BOStB, die GoBD, die DSGVO und – für KI-Systeme – die KI-Verordnung (EU) 2024/1689.

In Ordista

Ordista ist Tax Tech im engeren Sinn: Mandantenportal, KI-Vorkontierung mit Freigabe, DATEV-Übergabe per Buchungsdatenservice, Belegbilderservice oder EXTF, ein Honorarkalkulator nach StBVV und eine KI, die jede steuerliche Antwort mit Quellen belegt.

Quellen

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